Vom Biomasseforschungszentrum entwickelte Methodik zum Ressourcenmonitoring findet erste internationale Anwendung

Basierend auf einer fortschreibbaren Datenbank wurde für Bosnien und Herzegowina (BuH) ein interaktiver Web-Atlas zur Visualisierung der Potenziale von 23 land- und forstwirtschaftlichen Biomassen entwickelt. Für die strategische Bewertung der Handlungsoptionen im Kontext der Bioenergie sind diese konsistenten Informationen zur biogenen Rohstoffbasis eine zentrale Grundlage. Die Ergebnisse stehen unter atlasbm.bhas.gov.ba kostenfrei zur Verfügung.

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) führt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Projekt „Förderung Erneuerbarer Energien in Bosnien und Herzegowina“ durch. Ziel des Vorhabens ist es, mehr Anreize für die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien zu schaffen. In diesem Rahmen hat das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) die Entwicklung und Umsetzung eines Monitoringsystem für Biomassen im Raum Bosnien und Herzegowina unterstützt.

Das verfügbare System enthält umfassende Datensätze zu 23 Biomassen für den Zeitraum von 2012 bis 2017 und wird für die nationale Berichterstattung und energiestrategische Planung genutzt. Die Ergebnisse liegen jeweils für vier verschiedene Verwaltungsebenen vor. Die Datensätze stehen in einem frei zugänglichen Web-Atlas zur Verfügung, welcher von der Agency of Statistics betreut wird. Das interaktive Online-Portal stellt zusätzliche Informationen zu Berechnung, Datenerhebungsmethoden und Aktualisierung des Monitorings, wie beispielsweise Calculation Flowcharts, Sankey-Diagramme und weitere Berichte bereit. Die Webseite ist intuitiv zu bedienen und ermöglicht Entscheidungsträgern, Politikern sowie öffentlichen und privaten Investoren, Hot-Spots für mobilisierbare Potenziale zu
erkennen. Durch die Ergebnisse können strategische Entscheidungen für eine verbesserte Rohstoffnutzung getroffen und der Anteil erneuerbarer Energieträger am Energiebedarf des Landes kontinuierlich erhöht werden.

 

Weitere Informationen unter:
„How to measure the impact of biogenic residues, wastes and by-products: Development of a national resource monitoring based on the example of Germany“ (Open-Access)

www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0961953419302247


Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.

 


Smart Bioenergy – Innovationen für eine nachhaltige Zukunft 

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum arbeitet als zentraler und unabhängiger Vordenker im Bereich der energetischen und stofflichen Biomassenutzung an der Frage, wie die begrenzt verfügbaren Biomasseressourcen nachhaltig und mit höchster Effizienz und Effektivität zum bestehenden und zukünftigen Energiesystem beitragen können. Im Rahmen der Forschungstätigkeit identifiziert, entwickelt, begleitet, evaluiert und demonstriert das DBFZ die vielversprechendsten Anwendungsfelder für Bioenergie und die besonders positiv herausragenden Beispiele gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mit der Arbeit des DBFZ soll das Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen einer energetischen und integrierten stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe in einer biobasierten Wirtschaft insgesamt erweitert und die herausragende Stellung des Industriestandortes Deutschland in diesem Sektor dauerhaft abgesichert werden – www.dbfz.de.