Biogas-Fachgespräch: Gärrestausbringung – ein Miteinander von Praxis, Politik und Wissenschaft

Die sachgerechte Verwertung der Gülle in Biogasanlagen sowie die nachhaltige Nutzung von Gärprodukten stellt ein aktuelles und wichtiges Thema für den Klimaschutz dar. Betreiber von Biogasanlagen sind hierbei insbesondere von den im Dünge- und Wasserrecht stehenden Anforderungen betroffen. Im Rahmen des Leipziger Biogas-Fachgesprächs am 5. Februar 2020 werden Themen wie Aufbereitung, Lagerung und Ausbringung von Gärresten aufgegriffen und mit Experten und Praktikern diskutiert. Anmeldungen zur kostenfreien Veranstaltung sind unter www.leipziger-fachgespraeche.de möglich.

Die Inhaltsstoffe der ca. 80 Mio. Tonnen Gärprodukte in Deutschland sind für die Nährstoffversorgung der Pflanzen, die Humusbildung sowie die Bodenstruktur von wesentlicher Bedeutung. Im Fokus steht dabei insbesondere ein optimales Nährstoffmanagement. Vor diesem Hintergrund sind die Vollaufbereitung der Gärprodukte sowie die bedarfsgerechte Gärrestausbringung Themen von entscheidender Bedeutung für die Betreiber von Biogasanlagen.

Im ersten Biogas-Fachgespräch des laufenden Jahres stehen daher Themen wie Aufbereitung, Lagerung und Ausbringung von Gärresten im Spannungsfeld zwischen Praxis, Politik und Wissenschaft im Fokus. Nach einer Begrüßung durch den Veranstalter wird Falk Böttcher vom Deutschen Wetterdienst (DWD) thematisieren, wieviel Ausbringzeit aus meteorologischer Sicht zur Verfügung steht. Dr. Michael Grunert (LfULG) und Peter Müller (AgUmenda GmbH) referieren zum Thema “Ausbringung von Gärprodukten und zukünftige Anforderungen an die Praxis” und Hans-Jürgen Technow von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wird zum Abschluss des Vormittags seine Erkenntnisse zum aktuellen Stand der Vollaufbereitung von Wirtschaftsdünger darlegen. Der zweite Part der Veranstaltung wird in einem moderierten Diskussionsforum zu den folgenden Themenschwerpunkten stattfinden:

Thema 1: Gärrestausbringung nach dem aktuellen Stand der Technik
Dr. Michael Grunert, LfULG
Peter Müller, AgUmenda GmbH
Timo Mücke, Lohnunternehmen Mücke
Dr. Michael Grunert (Moderation), LfULG

Thema 2: Vollaufbereitung von Wirtschaftsdünger in Sachsen
Hans-Jürgen Technow, Landwirtschaftskammer  Niedersachsen
Lars Bittermann, Agrargenossenschaft Reichenbach eG
Dr. Claudia Brückner (Moderation), LfULG

Thema 3: Anforderungen an die Lagerung von Gärprodukten und Umsetzung in die Praxis
Thomas Heidenreich, LfULG
Dr. Gerd Reinhold (Moderation), Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR)

Das Fachgespräch schließt mit der Vorstellung der Ergebnisse und einer fachlichen Diskussion ab. Die Veranstaltung wird von Dr. Uwe Bergfeld und Gabriele Uhlemann vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) moderiert.

 

Der Termin noch einmal zusammengefasst:

Was: Leipziger Biogas-Fachgespräch in Nossen
Wann: 5. Februar 2020, 12:00 - 16:30 Uhr
Wo: Landwirtschafts- und Umweltzentrum (LUZ), Haus 3 (Julius-Kühn-Haus), Waldheimer Str. 219, 01683 Nossen
Teilnahmegebühr: Die Teilnahme ist kostenfrei. Imbiss und Getränke können bei Bedarf kostenpflichtig in der Kantine des LfULG erworben werden.
Anmeldeschluss: 30. Januar 2020
Weitere Informationen: www.leipziger-fachgespraeche.de



Smart Bioenergy – Innovationen für eine nachhaltige Zukunft 

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum arbeitet als zentraler und unabhängiger Vordenker im Bereich der energetischen und stofflichen Biomassenutzung an der Frage, wie die begrenzt verfügbaren Biomasseressourcen nachhaltig und mit höchster Effizienz und Effektivität zum bestehenden und zukünftigen Energiesystem beitragen können. Im Rahmen der Forschungstätigkeit identifiziert, entwickelt, begleitet, evaluiert und demonstriert das DBFZ die vielversprechendsten Anwendungsfelder für Bioenergie und die besonders positiv herausragenden Beispiele gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mit der Arbeit des DBFZ soll das Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen einer energetischen und integrierten stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe in einer biobasierten Wirtschaft insgesamt erweitert und die herausragende Stellung des Industriestandortes Deutschland in diesem Sektor dauerhaft abgesichert werden – www.dbfz.de.