Sachsens Wissenschaftsmininisterin Sabine von Schorlemer und Umweltminister Frank Kupfer besuchten gemeinsam den Wissenschaftscampus Permoserstraße in Leipzig

Gemeinsam besuchten heute (17. August 2011) die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, und ihr für Umwelt und Landwirtschaft zuständiger Kabinettskollege, Frank Kupfer, die Deutsche BiomasseForschungsZentrum gGmbH (DBFZ) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UFZ). Der "Wissenschaftscampus Permoserstraße", der neben diesen beiden Forschungseinrichtungen noch zwei Leibniz-Institute sowie universitäre Arbeitsgruppen und zahlreiche innovative Firmen umfasst, widmet sich in erster Linie den Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung und des langfristigen Schutzes unserer Lebensgrundlagen. Zu den wichtigsten Zukunftsfragen gehören hier die Sicherung der Energieversorgung, die Lösung drängender Umweltprobleme und die Gesundheitsforschung.

Die sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer sagte am Rande ihres Besuches: "In den Forschungseinrichtungen der Messestadt Leipzig sind im letzten Jahr mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig gewesen. Gemeinsam mit mehr als 1.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Leipziger Hochschulen bilden diese einen Forschungspool, der national und international deutlich herausragt. Dies ist genau jener wissenschaftliche Schmelztiegel, aus dem neue wissenschaftliche Fragestellungen geboren werden und gemeinsam nach Antworten auf bislang ungelöste Probleme gesucht wird. So bleibt zu hoffen, hier die so dringend benötigten Antworten auf bisher ungelöste Fragen, wie demografische Entwicklung unserer Gesellschaft, wandelnde klimatische Verhältnisse und eine bewusstere Sicht auf die Nachhaltigkeit unserer Lebensgrundlagen zu finden."

Sachsens Umweltminister Frank Kupfer äußerte anlässlich des Besuches zur zukünftigen Energieversorgung: "Der Ausstieg aus der Kernenergie ist beschlossen. Um ihren Anteil am Energiemix zu ersetzen, ist ein Ausbau der erneuerbaren Energien unerlässlich. Im Jahr 2020 sollen 35 Prozent des Stromes aus Erneuerbaren Energien gewonnen werden. 2050 sollen es sogar 80 Prozent sein. Für dieses ambitionierte Ziel brauchen wir die Biomasse und den entsprechenden Forschungsvorlauf, um Biomasse effizient und sicher zu nutzen. Unsere Entscheidung, die Ansiedlung des Deutschen BiomasseForschungsZentrums in Leipzig mit zwei Millionen Euro zu unterstützen, war deshalb genau richtig. Auch das Umweltforschungszentrum unterstützen wir finanziell bei seinen Forschungsvorhaben. Nun können unsere Landesbehörden mit den beiden Forschungseinrichtungen in Leipzig eng zusammenarbeiten und so Synergieeffekte nutzen."

Bei Ihrem Besuch am Deutschen BiomasseForschungsZentrum und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) konnten sich die Staatsminister über die fortschreitend positive Entwicklung und den weiteren Ausbau des DBFZ als auch die enge Kooperation mit dem UFZ informieren. Nach einer internen Arbeitsbesprechung mit der Geschäftsführung des DBFZ sowie einem Pressegespräch ließen sich Frank Kupfer und Sabine von Schorlemer im Rahmen eines Erlebnis-Rundgangs das DBFZ und das UFZ präsentieren: Im DBFZ besuchten beide Minister das Technikum und Biogaslabor, im UFZ standen die Geotechnikhalle sowie das Visualisierungszentrum auf dem Programm.

Der wissenschaftliche Geschäftsführer des DBFZ, Prof. Dr.-Ing. Frank Scholwin, bewertete den Doppel-Besuch aus den zwei Sächsischen Staatsministerien als überaus positiv: "Wir konnten Herrn Kupfer und Frau von Schorlemer einen direkten Eindruck von der intensiven baulichen, inhaltlichen und strukturellen Weiterentwicklung des DBFZ und unserem jungen und engagierten Team geben und demonstrieren, dass sich unser Sitz in Leipzig und die Nähe zum UFZ sowie zu den Hochschulen durch gemeinsame Forschungsaktivitäten in den vergangenen Jahren sehr positiv ausgewirkt hat. Auch die Nähe zur Wirtschaft ist gewährleistet, wir befinden uns auf einem erfolgreichen Weg". Für die Weiterentwicklung des DBFZ zu der wegweisenden deutschen F+E-Einrichtung auf dem Gebiet der Bioenergie in Deutschland erwartet Scholwin weitere institutionelle Unterstützung aus Sachsen.

Der wissenschaftliche Geschäftsführer des UFZ, Prof. Dr. Georg Teutsch, ergänzte: "Die gemeinsame Forschung vom UFZ und DBFZ ist eine hervorragende Basis, um eine effizientere Verwertung der Biomasse zu erreichen. Dabei streben wir an, die gegenwärtig geschätzte Effizienzlücke von 20 bis 50 % für individuelle Biogasanlagen deutlich zu reduzieren, um zum Erfolg der geplanten Energiewende in Deutschland beizutragen. Das UFZ wird basierend auf seiner breiten Kompetenz im technischen, naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Bereich ein neues gemeinsames Systemanalyse-Department zum Thema Bioenergien aufbauen. Damit verbunden ist auch eine neue gemeinsame Professur mit der Universität Leipzig."

+++ Gemeinsame Medieninformation des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst sowie des Deutschen BiomasseForschungsZentrums (DBFZ) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) +++