Methanisierung biogener, CO2-haltiger Gase in Mikrospaltreaktoren auf papierbasierter Grundstruktur

Im Verbundvorhaben MiBioMet werden in Kooperation mit dem PTS - Institut für Fasern & Papier und der Technischen Universität Chemnitz imprägnierte Katalysatorträger für einen mikrostrukturierten Reaktor entwickelt, mit dem das im Biogas enthaltene Kohlenstoffdioxid gezielt methanisiert werden kann. Dabei werden vielversprechende Ergebnisse aus einem Vorprojekt der Projektpartner zur Entwicklung von papierbasierten, keramischen Katalysatorträgern auf ein deutlich höheres TRL (5-6) gebracht. Die Nutzung von papierbasierten Katalysatoren kann die Vorteile mikrostrukturierter Reaktoren mit einer preiswerten Fertigung und einen einfachen Katalysatortausch verbinden. Der Prozess wird am DBFZ unter relevanten Einsatzbedingungen demonstriert. Dafür wird der neu entwickelte Katalysator in einem Plattenrektor mit realem Biogas getestet.

AkronymMiBioMet
ForschungsbereichBioraffinerien
AnsprechpartnerinSelina Nieß
Förderkennzeichen 
Laufzeit01.01.2025 - 30.06.2027
Gefördert durchSächsische Aufbaubank (SAB)

BioFe – Biomassenutzung in der Eisenerzeugung unter wirtschaftlichen und CO2-mindernden Randbedingungen

Die Eisen- und Stahlindustrie in Deutschland steht vor einem Wandel hin zur klimaneutralen Produktion. Ziel ist es, den Einsatz von grünem Wasserstoff in der Direktreduktion (H₂-DR) zu fördern, da dieser deutlich weniger CO₂ verursacht als der herkömmliche Hochofenprozess. Wegen aktueller Herausforderungen bei der Wasserstoffversorgung dient die erdgasbasierte Direktreduktion (EG-DR) als Übergangstechnologie. Im Fokus des Projekts steht der Einsatz biogener Reststoffe zur Unterstützung dieser Transformation. Biomasse kann fossiles Erdgas ersetzen und auf drei Arten eingesetzt werden: als Wärmequelle, als Reduktionsgas (Nutzung des Pyrolysegas) oder als fester Zusatzstoff (Biokohle) in Pellets. Ziel ist es, optimale Nutzungskonzepte für EG-DR und H₂-DR zu entwickeln, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren, regionale Reststoffe zu nutzen und die Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkungen zu bewerten.

AkronymBioFe
ForschungsbereichThermo-chemische Konversion
ProjektpartnerDeutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) - Institut für CO2-arme Industrieprozesse
AnsprechpartnerDr. Andreas Schedl
Antragsnummer100704873
Laufzeit16.05.2024 - 31.05.2027
Gefördert durchSächsische Aufbaubank (SAB)

MuFuRe – Etablierung innovativer biochemischer Verfahren zur Biomassenutzung zur Stärkung der Bioökonomie der sächsischen Kohleregionen- Erweiterung der Forschungsbiogasanlage des DBFZ um einen Multifunktionsreaktor zum Einsatz von Rest- und Abfallstoffen zur Produktion stofflicher und energetischer Produkte

Für die zuküntigen Fragestellungen der Bioökonomie ist eine Übertragung vom Labor in die Praxis unabdingbar. Viele Verfahren werden im Labormaßstab entwickelt, jedoch fehlen technische Anlagen im Pilotmaßstab. Grade für Rest- und Abfallstoffe, die eine deutliche Änderung im Substartmix bisheriger biochemischer Verfahren darstellen fehlen diese Kapazitäten. Dies führt dazu, dass Verfahren nicht in die Anwendung übertragen werden können. Somit können diese nicht zur Etablierung einer kreislaufbasierten Bioökonomie beitragen. Durch die Erweiterung der Forschungbiogasanlage wird diese Lücke geschlossen und die Übertragung von Projekten in die Anwendung möglich.

AkronymMuFuRe
StatusLaufend
ForschungsbereichBiochemische Konversion
AnsprechpartnerFlorian Wedler-Geyer, Christian Krebs
Förderkennzeichen 
Laufzeit01.07.2025 - 31.12.2027
Gefördert durchSächsische Aufbaubank (SAB)

Regiowasser - Naturbasierte lokale Aufbereitung von kommunalem Abwasser für sichere und multifunktionale Wiederverwendung

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Demonstration eines neuen Abwasserbehandlungssystems, das belüftete Pflanzenkläranlagen als Sekundärbehandlung mit fortgeschrittenen Tertiärbehandlungen, maßgeschneiderter Aktivkohleadsorption kombiniert für die sichere Wiederverwendung von städtischem Wasser. Es beinhaltet die Nutzung von rückgewonnenem Abwasser für die urbane Landwirtschaft und den Gartenbau auf kommunaler Ebene soll die Anpassung an den Klimawandel und die Lebensqualität in den Städten verbessern und gleichzeitig den Süßwasserbedarf verringern. Endprodukt: Wasser von hoher Qualität für die gezielte Anwendung und Produktion von hochwertigen/wertvollen Kultur- und Nutzpflanzen.

AkronymRegiowasser
ForschungsbereichBioraffinerien
AnsprechpartnerDr. Andrés Acosta, Dr. Benjamin Herklotz
Förderkennzeichen100702923
Laufzeit01.05.2024 - 31.10.2026
Gefördert durchSächsische Aufbaubank (SAB)