Forschungsbiogasanlage

Die Forschungsbiogasanlage des DBFZ ergänzt das Spektrum der anwendungsorientierten Forschung zur Verbesserung des Prozessverständnisses und zur Steigerung der Effizienz der Biogasproduktion. Die Dimensionierung der Fermenter erlaubt die Durchführung von Experimenten im technischen Maßstab und gewährleistet so eine gute Übertragbarkeit der Ergebnisse in die Praxis.

Die Anlage verfügt über zwei unabhängige Anlagenstränge mit identischer Kapazität, die mehrstufig betrieben werden können. Der erste Anlagenstrang wird als Nassfermentation mit einem Hauptfermenter in Form eines stehenden Rührkessels mit Zentralrührwerk ausgeführt. Der zweite Anlagenstrang kann wahlweise mit einem baugleichen Hauptfermenter oder einem Pfropfenstromfermenter betrieben werden. Ein Nachgärer mit Gasspeicherdach sammelt die Gärreste aus beiden Strängen und leitet diese an das Gärrestlager weiter.

Die Verwertung des Biogases erfolgt über ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 75 kW zur Deckung des Eigenenergiebedarfs der Anlage. Überschüssige Strommengen können in das Netz des DBFZ abgegeben werden. Die generierten Wärmemengen werden ausschließlich zur Deckung des eigenen Wärmebedarfes eingesetzt. Für die Substratversorgung können Silagen in geringen Mengen auf dem Gelände der Anlage gelagert werden. Zur exakten Bestimmung der Gasproduktionsmengen sind einzelne Fermenter mit festen Behälterdächern ausgestattet. Entnahmestellen am Rohrleitungssystem und an der Gaserfassung ermöglichen die Probenahme und den Einbau von Messgeräten.

 

Flyer Biogas
Die angewandte Forschung im Bereich Biochemische Konversion (2.65 MB)

Der Bereich Biochemische Konversion konzentriert sich auf die Forschung zur Herstellung von Energieträgern aus Biomasse unter der Beteiligung von Mikroorganismen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Technologie zur Biogasgewinnung und –nutzung.

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