Moor-Klimaschutz und Wertschöpfung verbinden durch Moor-Revitalisierung und Paludikultur

 

Mit dem Forschungsprojekt MOOReturn rückt die Region Malchin in den Fokus eines zukunftsweisenden Vorhabens für Klimaschutz und nachhaltige Landnutzung. Eine zentrale Rolle spielt das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig, eines der führenden Kompetenzzentren für Biomasseforschung in Deutschland.

Herzstück des Projekts ist die FloraFuel-Technologie, mit der Pflanzen wie Schilf oder Rohrkolben aus wiedervernässten Mooren aufbereitet und zu einem standardisierten Faservorprodukt für Bau-, Verpackungs- oder Energieanwendungen verarbeitet werden. Durch die Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben und Einrichtungen profitieren nicht nur Klimaschutz und Wissenschaft, sondern auch die lokale Wirtschaft.

Ziele

Das Gesamtziel von MOOReturn ist die langfristige Verknüpfung von Moorbodenschutz mit der Wertschöpfung aus der Verwertung von Moor‑Biomasse durch Paludikultur. Daraus ergeben sich die folgenden vier spezifischen Unter-Zielstellungen für das Modell- und Demonstrationsvorhaben:

  1. Die Umsetzung möglichst großflächiger Revitalisierung entwässerter Moorflächen und die Optimierung der Wasserstände bereits revitalisierter Moore in der Region um Malchin (Mecklenburgische Seenplatte).
  2. Demonstration eines wirtschaftlichen, rückstandsfreien Aufbereitungsverfahrens zur Verwertung von Moorbiomasse im Industriemaßstab in der Region um Malchin.
  3. Der ganzheitliche Nachweis der ökonomischen Tragfähigkeit und positiven Klimawirkung der Nutzung nasser Moore unter Beachtung gesellschaftlicher Aspekte in der Region um Malchin.
  4. Etablierung und Stärkung von Netzwerken anhand einer zielgruppenspezifischen Kommunikation und dem Wissenstransfer auch auf Basis interaktiver und digitaler Werkzeuge in der Region um Malchin und in die Landesebene.

 

Aufteilung der Arbeitspakete nach den MOOReturn-Zielen

Moor-Revitalisierung & Flächennutzung

Moorbiomasse-Verwertung

Wissenschaftliche Begleituntersuchung

Öffentlichkeitsarbeit & Wissenstransfer