3. AP: Wissenschaftliche Begleituntersuchungen

 Die wissenschaftlichen Begleituntersuchungen dienen dazu, die Entscheidungsprozesse innerhalb der Arbeitspakete 1 und 2 fachlich fundiert zu unterstützen und zugleich nachvollziehbar zu gestalten. So entsteht eine belastbare Grundlage für die Umsetzung der Maßnahmen und deren kontinuierliche Weiterentwicklung.

Wissenschaftlicher Fokus:

Vorhaben

Im Projekt MOOReturn werden Moorflächen großflächig revitalisiert und künftig als Nasswiesen bewirtschaftet. Die Auswirkungen dieser Nutzungsänderung auf die Treibhausgasbilanz werden systematisch von unseren Partnern der Universität Rostock untersucht.

Dazu kommt ein BACI-Ansatz (Before-After Control-Impact) mit modernen Eddy-Covariance-Messsystemen zum Einsatz. Verglichen werden drei Flächentypen: bereits revitalisierte Moore, im Projekt wiedervernässte Flächen sowie weiterhin entwässerte Referenzflächen. Dieser Ansatz ermöglicht es, Veränderungen belastbar zu erfassen und klimatische Schwankungen besser zu berücksichtigen.

Ergänzend liefern Messkampagnen auf kleineren Flächen detaillierte Daten zu Wasserständen, Nährstoffen und weiteren Umweltparametern. So entsteht ein umfassendes Bild der Klimawirkung der Moorrevitalisierung.

1. Bereits revitalisierte Fläche
→ Zeigt, wie sich Moore langfristig nach der Wiedervernässung entwickeln

2. Projektfläche (Vorher/Nachher)
→ Macht sichtbar, welche Veränderungen direkt durch die Maßnahmen entstehen

3. Entwässerte Referenzfläche
→ Dient als Vergleich: Wie verhalten sich Moore ohne Wiedervernässung?

Ziel:

Ziel I:
Erstellung vollständiger Klimabilanzen durch den Vergleich mit Referenzflächen. Dabei werden die Treibhausgaseinsparpotenziale der nassen Moorbewirtschaftung ermittelt und zeitliche Entwicklungen berücksichtigt.

Ziel II:
Identifikation zentraler Steuergrößen der Moorentwicklung sowie Ableitung von Modellen, die das Prozessverständnis in revitalisierten Mooren verbessern.