2. Arbeitspaket: Moorbiomasse-Verwertung
Die im Projekt betrachteten Moorbiomasseströme (frisch und siliert) unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Eigenschaften deutlich von bisher eingesetzten Substraten wie Laub oder Grasschnitt. Sie weisen Unterschiede in Partikelstruktur, Feuchtegehalt, Dichte sowie möglichen Störstoffen wie Steinen, Metallen oder Kunststoffen auf. Als Referenz dient Grasschnitt.
An der Bearbeitung dieses Arbeitspakets (AP2) sind das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ), die Agrotherm GmbH, die Universität Bonn sowie die Werner GmbH beteiligt.
Das Florafuel-Verfahren der Werner GmbH ist die innovative Aufbereitungsechnologie, mit der heterogene Moorbiomassen hin zu einem homogenen Vorprodukt verarbeitet werden.
Mehr Informationen zum Thema florafuel®-Verfahren finden sie hier.
Anpassung der Aufbereitungstechnik an Moorbiomasse
Zur Anpassung der Prozesse an die neuen Biomasseeigenschaften werden im Rahmen von Vorversuchen zentrale Anlagenparameter gezielt optimiert:
- Dosierung: Anpassung der Dosiergeschwindigkeit und Durchsatzmessung
- Wasserstrahlschneiden: Einstellung von Düsenwinkeln und Wasserdruck
- Waschprozess: Optimierung von Vortrieb, Reinigungswirkung und mechanischen Komponenten
- Zerkleinerung: Anpassung von Rotor- und Mahlgeschwindigkeiten für Grob- und Feinzerkleinerung
- Trocknung: Optimierung von Entwässerung, Spülung und thermischer Trocknungsleistung
Ziel ist die effiziente, robuste und skalierbare Aufbereitung von Moorbiomasse als Grundlage für stoffliche und energetische Verwertungsketten.
Planungs- und Genehmigungsphase
Neben der Wiedervernässung der Moorflächen, ist der Aufbau eines MoorFaserWerks geplant. Das florafuel®-Verfahren der Werner GmbH wird im industriellen Maßstab bei der Agrotherm GmbH errichtet. Die Planung und Genehmigung des Baus für das MoorFaserWerk koordiniert der DBFZ. Vorausgegangene Erfahrungen aus Projekten, wie z.B. MobiFuels, bilden die Grundlage für die Etablierung eines innovativen Verfahrens, dass es schafft die besonderen Verfahrenseigenschaften der Moorbiomasse zu umgehen.


