Neuigkeiten aus MOOReturn

Erste Eddy-Kovarianz-Türme für das Klimamonitoring in Malchin errichtet

05.06.2026

Im Rahmen von MOOReturn hat die Auswahl geeigneter Flächen für den Aufbau der Eddy-Kovarianz-Türme begonnen. Der erste Messturm steht bereits im Polder Retzow und liefert künftig wichtige Daten zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen auf wiedervernässten Moorflächen.

Mit dem ersten Eddy-Kovarianz-Turm im Polder Retzow ist ein wichtiger Schritt für das Klimamonitoring im Projekt umgesetzt. Der Turm erfasst zunächst die Treibhausgasflüsse auf der derzeit noch trockenen Moorfläche. Damit wird eine wichtige Referenz für den Ausgangszustand geschaffen.

Die Messdaten dienen als Grundlage, um die Entwicklung der Treibhausgasemissionen im weiteren Projektverlauf zu verfolgen und später mit den Messungen auf wiedervernässten Flächen zu vergleichen. So lässt sich wissenschaftlich untersuchen, wie sich die Wiedervernässung auf die Klimawirkung der Moorflächen auswirkt.

Parallel dazu hat die Auswahl weiterer geeigneter Standorte für Eddy-Kovarianz-Türme begonnen. Dabei werden unter anderem Wasserstand, Vegetation, Flächennutzung und die geplanten Maßnahmen berücksichtigt.

Wenn das Moor auf die Bühne tritt – Zehn Jahre Malchiner Moortheater

22.05.2026

Neues Moorjournal feiert zehn Jahre Moortheater

In der Region Malchin/Oberes Peenetal, wo das DBFZ im Projekt MOOReturn die großflächige Wiedervernässung von Moorflächen erforscht, ist eine neue Ausgabe des Moorjournals erschienen. Sie erzählt die Geschichte des Malchiner Moortheaters, das seit 2015 vom Verein Freunde Fritz Greve e.V. getragen wird und in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Jeden Sommer entwickeln Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern ein Theaterstück direkt im Moor – inspiriert von dessen Pflanzen- und Tierwelt und damit einem Lebensraum, dessen Schutz auch im Zentrum der DBFZ-Arbeit steht: Intakte und wiedervernässte Moore speichern große Mengen Kohlenstoff, ein Anliegen, das MOOReturn mit Moor-Revitalisierung und Paludikultur in derselben Region verfolgt.

Zum Jubiläum blickt zudem der Dokumentarfilm „Wir sind das Moor" von Florian Seeber und Uta Berghöfer auf zehn Jahre Moortheater-Geschichte zurück, mit Premiere im Malchiner Kino – organisiert unter anderem vom Wasserwerk der Zukunft e.V., das im Projekt MOOReturn für Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Das Moortheater zeigt so, wie kulturelle Vermittlung und wissenschaftliche Moorforschung in derselben Landschaft zusammenwirken.

Den Film gibt es seit Mitte Juni 2026 auch Online zu sehen. 

 

MOOReturn-Konsortium diskutiert neue Perspektiven für die MoorFaser

16.04.2026

Beim Jahrestreffen des MOOReturn-Konsortiums stand die Frage im Mittelpunkt, wie aus aufbereiteter Moorbiomasse marktfähige Produkte entstehen können. Gemeinsam diskutierten die Projektpartner mögliche Anwendungen und nächste Schritte für die stoffliche Nutzung der MoorFaser.

Wie lässt sich Moorbiomasse nicht nur klimafreundlich ernten, sondern auch wirtschaftlich nutzen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das MOOReturn-Konsortium bei seinem Jahrestreffen. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis kamen zusammen, um den aktuellen Stand des Projekts zu diskutieren und neue Ideen für die Nutzung der MoorFaser zu entwickeln.

Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf einem gemeinsamen Ideen- und Produktworkshop. Dabei wurden verschiedene Nutzungsmöglichkeiten der MoorFaser betrachtet – insbesondere für chemische Stoffe, Faserplatten, Baustoffe, Papier und Verpackungen. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Eigenschaften das aufbereitete Fasermaterial für unterschiedliche Anwendungen mitbringt und welche weiteren Anforderungen für eine industrielle Nutzung erfüllt werden müssen.

Die MoorFaser entsteht durch die Aufbereitung heterogener Moorbiomasse mit der florafuel®-Technologie. Ziel des Verfahrens ist es, aus unterschiedlichen Pflanzenmaterialien ein möglichst homogenes und weiterverarbeitbares Faservorprodukt herzustellen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, die natürlichen Pflanzenbestände wiedervernässter Moore als Rohstoffquelle für neue biobasierte Produkte zu erschließen.

Das Jahrestreffen diente dabei nicht nur dem Austausch von Ideen. Die Diskussionen sollen auch dabei helfen, die nächsten Forschungsschritte gezielt auszurichten und vielversprechende Produktlinien weiterzuentwickeln. Welche Anwendung am Ende das größte Potenzial für die MoorFaser bietet, wird im weiteren Projektverlauf wissenschaftlich untersucht und gemeinsam mit Industriepartnern erprobt.

 

Investor für das geplante MoorFaserWerk gefunden

01.04.2026

Ein wichtiger Schritt für MOOReturn: Für die geplante Modell- und Demonstrationsanlage zur Aufbereitung von Moorbiomasse konnte ein Investor gewonnen werden. Die laufenden Verhandlungen und die Vorbereitung eines Vorvertrags schaffen eine wichtige Grundlage für die weitere Umsetzung des MoorFaserWerks in Malchin.

Wie kann aus der Biomasse wiedervernässter Moore ein neuer, regional verfügbarer Rohstoff entstehen? Mit dem geplanten MoorFaserWerk soll genau diese Frage im industriellen Maßstab untersucht und praktisch erprobt werden.

Nun ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Ein Investor hat Interesse an der Errichtung des MoorFaserWerks bekundet. Die Gespräche über die weitere Zusammenarbeit laufen bereits. Ein entsprechender Vorvertrag soll die gemeinsame Absicht festhalten und die nächsten Schritte für die Umsetzung vorbereiten.

Von der Moorbiomasse zur MoorFaser

Im MoorFaserWerk soll Moorbiomasse aus der Paludikultur aufbereitet und zu einem homogenen Faservorprodukt – der MoorFaser – verarbeitet werden. Die Demonstrationsanlage soll zeigen, wie sich die heterogene und feuchte Biomasse technisch aufbereiten und für eine weitere stoffliche Nutzung nutzbar machen lässt.

Ein wichtiger Schritt für eine neue Biomasse-Wertschöpfungskette

Das Interesse eines Investors zeigt, dass die im Projekt entwickelte Technologie und das Konzept einer industriellen Nutzung von Moorbiomasse zunehmend auf wirtschaftliches Interesse stoßen. Der geplante Vorvertrag schafft dabei eine wichtige Grundlage für die weitere Konkretisierung des Vorhabens.

Das MoorFaserWerk soll damit nicht nur eine Modell- und Demonstrationsanlage, sondern ein wichtiger Baustein für die Entwicklung einer neuen Biomasse-Wertschöpfungskette werden. Die nächsten Schritte bestehen nun darin, die technischen, wirtschaftlichen und vertraglichen Rahmenbedingungen weiter auszuarbeiten.

Posterausstellung von MOOReturn beim 38. Deutschen Naturschutztag

12.03.2026

Am 12. März 2026 war MOOReturn auf dem 38. Deutschen Naturschutztag vertreten. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Plattform für den Austausch zu aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen im Natur-, Klima- und Moorschutz.

Im Mittelpunkt standen Gespräche zur Wiedervernässung von Mooren, Paludikultur und der nachhaltigen Nutzung von Moorbiomasse. Der Austausch mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Politik, Naturschutz und Praxis hat erneut gezeigt: Erfolgreicher Moor-Klimaschutz braucht interdisziplinäre Zusammenarbeit, regionale Umsetzung und wirtschaftlich tragfähige Perspektiven.

Wir freuen uns über die vielen spannenden Gespräche, neue Impulse und den gemeinsamen Dialog zur Zukunft unserer Moorlandschaften.

Austausch und neue Impulse beim Moor-Kolloquium

16.10.2025

Am 16. Oktober 2025 fand das Moor-Kolloquium des Projekts MOOReturn im Wasserwerk der Zukunft in Malchin statt. Forschende, Praxispartner sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Naturschutz, Landwirtschaft und Politik tauschten sich über Wege zur Wiedervernässung und nachhaltigen Nutzung von Mooren aus. Neben spannenden Fachvorträgen sorgte eine kreative Moor-Theatereinlage für besondere Highlights. Auf dem Foto sind v. l. n. r. Dr. Heike Müller (Kreisbauernverband Malchin), Ludwig Bork (Argrotherm GmbH), Mareike Herrmann (BUND MV), Kristin Zscheile (Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See) und Dr. Malte Ehrich (LM MV) zu sehen, die gemeinsam über Lösungen für eine nachhaltige Moorbewirtschaftung diskutieren. Das Kolloquium zeigte eindrucksvoll, wie Forschung und Praxis gemeinsam zum Klimaschutz beitragen können.

Die fachlichen Präsentationen stehen Ihnen nachfolgend zur Ansicht zur Verfügung. 

Zuwachs im MOOReturn-Koordinationsteam

16.10.2025

Wir freuen uns, Mareike Meyer und Thao Tran als neue Mitglieder im MOOReturn-Team begrüßen zu dürfen. Beide bringen wertvolle Erfahrungen in Forschung, Biochemie und Projektmanagement mit und bereichern das Projekt mit frischen Impulsen. Ihr Einstieg fiel mit dem 1. MOOReturn-Konsortiumstreffen zusammen, das dem Austausch und der Abstimmung gemeinsamer Projektziele diente. Ein herzlicher Dank gilt dem WasserZweckVerband Malchin für die gelungene Organisation und die gastfreundliche Betreuung.

 

Moor-Kolloquium 2025: Moorschutz und Landwirtschaft verbinden - Vom Tauziehen zur gemeinsamen Lösungsfindung

16.10.2025

Das Moor-Kolloquium 2025 findet am 16. Oktober 2025 von 10:00 bis 17:00 Uhr in Malchin statt und widmet sich dem Motto "Vom Tauziehen zur gemeinsamen Lösungsfindung". Die Veranstaltung bringt Landwirtschaft und Moorschutz zusammen, um aus dem bisherigen Interessenskonflikt heraus konstruktive Lösungsansätze zu entwickeln. Das Ministerium für Klimaschutz präsentiert aktuelle politische Entwicklungen und neue Fördermöglichkeiten, während Wissenschaftler und Unternehmen konkrete Umsetzungserfahrungen mit Paludikultur und nachhaltigen Wertschöpfungsketten vorstellen. Im Zentrum steht die Frage: Wie können alle Beteiligten gemeinsam vorankommen und praktikable Lösungen finden? Anmeldungen sind bis zum 2. Oktober 2025 unter diesem Link möglich.

 

10-jähriges Jubiläum des Moortheaters mit "Der blinde Passagier"

12. - 13.07.2025

Das einzigartige Konzept des Moortheaters verband auf faszinierende Weise Theater, Musik und Naturerlebnis in den charakteristischen Mooren der Mecklenburgischen Schweiz. Dabei stand nicht nur die künstlerische Darbietung im Vordergrund – das Projekt machte gleichzeitig auf die ökologische Bedeutung dieser besonderen Landschaften aufmerksam und schaffte ein Bewusstsein für den Schutz der Moorgebiete. Das etwa 2,5-stündige Erlebnis inklusive Bootsfahrt versprach den Besuchern eine außergewöhnliche Verbindung von Kunst und Umweltbewusstsein. Die gelebte Öffentlichkeitsarbeit vom Wasserwerk der Zukunft e.V. im Rahmen des Projektes MOOReturn ist ein wichtiger Beitrag zur Sensibilisierung für den Moorschutz und zeigte, wie kulturelle Bildung und Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Ein Jubiläum, das nicht nur Theaterfreunde, sondern alle Naturliebhaber und Umweltbewussten begeisterte.

Mehr zum Moortheater unter: https://www.moortheater.de

 

Die Sommerschule im Wasserwerk zum Thema "Moor, Architektur und Zukunftsideen erleben" statt.

26. - 29.05.2025

Spannende Tage in Malchin mit Fokus auf Paludikultur und nachhaltiges Bauen! Architekturstudenten der TU München und der RWTH Aachen zeigten kreative Projekte, die regionale Ressourcen clever nutzen. Die Ausstellung verdeutlichte eindrucksvoll, wie traditionelle Moornutzung und moderne Architektur Hand in Hand gehen können und ist ein perfektes Beispiel dafür, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit zu nachhaltigen Lösungen führt. Solche Initiativen zeigen: Die Zukunft des Bauens liegt in der intelligenten Nutzung dessen, was uns die Region bietet. Danke an alle Beteiligten für diese wertvollen Impulse!

 

Vorversuche zur Nutzung der florafuel-Aufbereitungstechnik

 08.05.2025

Am 08.05.2025 gingen die industriellen Vorversuche zur Aufbereitung von Paludibiomasse in die zweite Runde. Geerntet und bereitgestellt wurde die Paludibiomasse vom Landwirtschaftsbetrieb Voigt aus Malchin/MV. Der angestrebte Durchsatz von 400 kg/h (FM) konnten in der zweiten Versuchsrunde wie geplant erreicht werden. Hans Werner (Geschäftsführer der Werner GmbH & Eigentümer der florafuel-Anlagentechnik, links) und Ludwig Bork (Geschäftsführer der Agrotherm GmbH, rechts) sind mit den Ergebnissen zufrieden und planen die Hauptversuche mit der im Sommer 2025 geernteten Paludibiomasse.

Informationsabend des neuen Projektes MOOReturn mit dem Schwerpunkt „Aufbereitungsverfahren für Moorgräser“

10.04.2025 

Am Abend des 10.04.2025 fand eine öffentliche Projektvorstellung für interessierte Flächeneigentümerinnen und Landwirte in der Region statt. Die Veranstaltung thematisiert die Möglichkeit der Inwertsetzung von Gräsern aus Moorstandorten durch Einsatz mechanischer Aufbereitungstechnik und gab Ausblicke auf zukünftig damit mögliche neue Produkte.  

Nach den Grußworten von Axel Müller (Bürgermeister) und Volker Klima (BMEL) konnten vom Projektteam neben der Verwertungstechnik die Hintergründe zu den trockengelegten Moorflächen vorgestellt werden. Dabei ist klar, dass nur mit sinnvoller wirtschaftlicher Nutzung Wiedervernässungsvorhaben erfolgreich sein können. Hierbei war sich das Projektteam u.a. mit Heike Müller (Bauernverband MV) sowie den weiteren Landwirtinnen und Landwirten aus der Region einig. MOOReturn liefert hierfür die dringend benötigten Bausteine und wurde daher als wichtiger Ansatz zur Entwicklung einer Bioökonomie für den ländlichen Raum wahrgenommen.

Besuch der parlamentarischen Staatssekretärin Claudia Müller vom BMEL

10.04.2025

Am Nachmittag des 10.04. besuchte Claudia Müller (Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL) sowie weitere Vertreter des BMEL (Bernd Farcke, Dr. Andreas Christian Täuber & Volker Klima) und der FNR (Dr. Wiebke Baumgarten) die MOOReturn Projektregion Malchin (siehe Foto). Neben der Präsentation des Projektes im Rathaus von Malchin und erster Ergebnisse wurde von der Sternwarte Remplin ein Blick über die projektrelevanten, trockengelegten Moorflächen geworfen. Alleine deren Wiedervernässung könnte in den kommenden 10 Jahren ca. 0,4 Mio. t THG-Emissionen einsparen.

Bescheidübergabe auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin

21.01.2025 

Am 21.01. haben die Stadt Malchin, die Agrotherm GmbH und das DBFZ stellvertretend für das gesamte Konsortium den Bescheid für MOOReturn auf der IGW in Berlin erhalten. Der Bescheid wurde von der palamentarischen Staatssekretärin Claudia Müller sowie BMEL-Vertretern überreicht. MOOReturn geht damit als 9. Projekt im PaludiNetz für die Weiterentwicklung der Paludikultur ins Rennen.