Bodenwirkung von Pflanzenkohle - Wissenschaftler-Team der Jimma University und des DBFZ ermittelt Bodenfeuchte mit Sensoren

16.07.2026

Im Juni 2026 betrug die durchschnittliche Niederschlagsmenge in Deutschland 66 Liter pro Quadratmeter. Im äthiopischen Landkreis Jimma werden in den Monaten April bis September jeweils durchschnittlich 216 bis 244 Liter pro Quadratmeter gemessen. Die Kombination von Pflanzenkohlen mit organischen Düngemitteln kann folglich in der hügeligen Jimma-Landschaft einen entscheidenden Unterschied ausmachen: wie ein Schwamm hält die Pflanzenkohle Nährstoffe und Feuchtigkeit.

Wieviel Feuchtigkeit genau, das versucht ein Wissenschaftler-Team der Jimma University und des DBFZ mit Sensoren zu ermitteln. Dr. Abebe Nigussie, Dr. Milkiyas Ahmed, Dr. Burkhard Wilske und Dr. Konrad Siegfried haben im Juli die Installation auf Testfeldern des Bodenmonitorings von ETH-Soil angeleitet. Nun kann die Bodenfeuchte in Feldern mit Pflanzenkohle-basierten Düngemitteln und in benachbarten Feldern mit synthetischen Düngern auf der Basis kontinuierlicher Sensor-Daten verglichen werden. Dies ist ein weiterer Baustein der systematischen Wirkungsanalyse, in der seit 2024 Nährstoffdaten aus Bodenproben mit Messdaten zu Biomasse und Ernteerträgen kombiniert werden.

Derweil sind im Labor der Agrarfakultät der Jimma University inzwischen auch die letzten Geräte angekommen, die zur Modernisierung der Ausstattung erforderlich waren. Wie in anderen Komponenten von ETH-SOIL, sollen aus den wissenschaftlichen Ergebnissen Empfehlungen für die Regionalregierung Oromia und das äthiopische Agrarministerium abgeleitet werden.