Analyselabore für die nachhaltige Landwirtschaft

22.04.2026

Das ETH-Soil-Projekt verbessert die Laborkapazitäten in Äthiopien durch strategische Investitionen in moderne Analysegeräte. Die Projektpartner des ETH-Soil-Projekts, das Jimma University College for Agriculture and Veterinary Medicine und das IQQO Batu Soil Research Center, sind beide erfahrene Einrichtungen im Bereich der Bodenforschung. Dieses Fachwissen wird nun durch die Bereitstellung hochpräziser Analysegeräte weiter gestärkt. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen europäischen Ausschreibungsverfahren wurden in den Jahren 2025 und 2026 Analysegeräte zur Qualitätssicherung von Düngemitteln auf Pflanzenkohlebasis erworben. Im August 2025 überprüften Experten des DBFZ die erfolgreiche Erfüllung der erforderlichen Voraussetzungen für eine reibungslose Installation im Soil Research Centre Batu und am College of Agriculture and Veterinary Medicine der Jimma University. 


In den letzten Monaten wurden diese Geräte dann an die Partner in Äthiopien versandt, darunter:

  • automatische Systeme zur Analyse des wichtigen Nährstoffs Stickstoff in Biodüngern und Böden nach Kjeldahl,
  • ein CHN-Analysator zur Bestimmung des Anstiegs des organischen Kohlenstoffgehalts im Boden aufgrund der Biokohleanwendung als Indikator für Bodenverbesserung und Kohlenstoffbindung sowie
  • ICP-OES-Geräte zur Quantifizierung von z. B. Schwermetallgehalten als wichtige Qualitätssicherungsmaßnahme für Biokohle.

Der Großteil der Geräte ist bereits installiert und in Betrieb, wobei das Laborpersonal speziell an den neuen Geräten geschult wurde.

Die meisten Geräte sind bereits installiert und in Betrieb, und das zuständige Laborpersonal wurde in der Bedienung der neuen Geräte geschult. Die Einbindung in die Routinemessungen wird von einer Schulung zur Fehlerbehebung begleitet, um die technischen Kompetenzen weiter zu stärken sowie die langfristige Funktionalität und Zuverlässigkeit sicherzustellen.

Künftig werden beide Institute in der Lage sein, Analysedienstleistungen für Hersteller von Pflanzenkohle und organischen Düngemitteln anzubieten. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Förderung eines robusten und vertrauenswürdigen Marktes für Biodünger in Oromia. Angesichts der erneut in die Höhe schießenden Mineralölpreise wird dies direkt zur Ernährungssicherheit und Resilienz Äthiopiens beitragen. 


Fotos: Universität Jimma