DeutschEnglisch

Ansprechpartner

Paul Trainer
Tel.: (0)341 2434-437
E-Mail

Katja Lucke
Tel.: (0)341 2434-119
E-Mail

Pressemitteilung

05.01.2018

DBFZ und Universität Rostock besiegeln umfassende Forschungskooperation im Bereich der Abfallwirtschaft und Bioenergie

In einem Kooperationsvertrag haben Vertreter der Universität Rostock und des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) am 4. Januar 2018 eine umfassende Zusammenarbeit im Bereich der Abfallwirtschaft sowie der Bioenergie besiegelt. Gegenstand ist die gegenseitige wissenschaftliche Unterstützung, die gemeinsame Bearbeitung von Forschungsprojekten, eine Intensivierung der Vernetzung durch Doktoranden und Gastprofessuren sowie die langfristige Bindung von Prof. Dr. Michael Nelles in seiner Doppelfunktion als Leiter der Rostocker Professur für Abfall- und Stoffstromwirtschaft (ASW) und wissenschaftlicher Geschäftsführer des DBFZ.

Die Forschungskooperation zwischen dem DBFZ und der Universität Rostock besteht seit September 2008 in Form eines Rahmenkooperationsvertrags. Beide Institute verfolgen den Ausbau und die Intensivierung ihrer langjährigen Zusammenarbeit seither kontinuierlich. Mit dem vorliegenden Kooperationsvertrag wird die Vereinbarung aus dem Jahr 2008 abgelöst und in wesentlichen Teilen aktualisiert. "Wir haben mit dem vorliegenden Vertrag eine hervorragende Basis geschaffen, um die erfolgreiche wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der umweltverträglichen Verwertung von biogenen Abfällen und Reststoffen weiter zu festigen und ein langfristiges Forschungsnetzwerk zwischen Leipzig und Rostock zu etablieren. Dies betrifft die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern ebenso wie die gemeinsame Bearbeitung von praxisorientierten Forschungsvorhaben und dem nationalen und internationalen Technologie- und Wissenstransfer. Unsere gemeinsamen und langjährigen Aktivitäten in China und Indien sind ein hervorragendes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit", so Professor Nelles bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.

Ziel der Vereinbarung ist neben der Förderung des gegenseitigen Erfahrungsaustausches in Forschung und Lehre insbesondere die gemeinsame Beantragung von Projekten mit innovativen, richtungsweisenden Fragestellungen im Bereich der Bioenergie und Abfallwirtschaft. Sie sollen als Grundlage für eine national und international sichtbare Kompetenz in der Bioenergieforschung dienen. Hierbei sind nicht nur der gegenseitige wissenschaftliche Austausch, sondern auch die Nutzung der vorhandenen Forschungsinfrastruktur und Dienstleistungen (z.B. Bibliotheken, Werkstätten, Rechenzentren, sonstige Infrastruktur) für beide Partner vorgesehen. Die Wissenschaftler unterstützen sich zudem durch die Vermittlung und gemeinsame Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten sowie bei Promotionen. "Neben dem jährlichen Rostocker Bioenergieforum mit bis zu 200 Teilnehmern aus Wissenschaft, Praxis und Politik gehört auch das ASW-Graduiertenprogramm "Stoffliche und energetische Verwertung von Abfällen und Biomasse" mit derzeit jährlich fünf abgeschlossenen Promotionen zu unseren gemeinsamen Projekten", freut sich Nelles.

Der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck, ergänzt: "Es freut mich sehr, dass sich die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum in den letzten Jahren so gut entwickelt hat. Insbesondere an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät gibt es vielfältige fachliche Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit mit den Leipziger Biomasseforschern. Diese sollen nun weiter intensiviert werden. Die langfristige Anbindung der wissenschaftlichen Geschäftsführung des DBFZ an die Rostocker Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät ist hierfür eine sehr gute Basis und bei Professor Nelles in bewährten Händen."

Erfolgreiche Kooperation zwischen zwei Forschungsinstituten: Unterschriftstermin am 4. Januar 2018 an der Universität Rostock. AUF-Dekan Professor Elmar Mohr, Rektor Professor Wolfgang Schareck und Professor Michael Nelles (v. l. n. r.). Foto: Universität Rostock, Kristin Nölting, 2018

Smart Bioenergy – Innovationen für eine nachhaltige Zukunft
Das Deutsche Biomasseforschungszentrum arbeitet als zentraler und unabhängiger Vordenker im Bereich der energetischen und stofflichen Biomassenutzung an der Frage, wie die begrenzt verfügbaren Biomasseressourcen nachhaltig und mit höchster Effizienz und Effektivität zum bestehenden und zukünftigen Energiesystem beitragen können. Im Rahmen der Forschungstätigkeit identifiziert, entwickelt, begleitet, evaluiert und demonstriert das DBFZ die vielversprechendsten Anwendungsfelder für Bioenergie und die besonders positiv herausragenden Beispiele gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mit der Arbeit des DBFZ soll das Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen einer energetischen und integrierten stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe in einer biobasierten Wirtschaft insgesamt erweitert und die herausragende Stellung des Industriestandortes Deutschland in diesem Sektor dauerhaft abgesichert werden – www.dbfz.de.

Universität Rostock (Professur für Abfall- und Stoffstromwirtschaft)
Der sorgfältige Umgang mit den natürlichen Ressourcen und deren Schonung gewinnt immer stärker an Bedeutung. Vor dem Hintergrund weltweit steigender Energiekosten und Abfallmengen beschäftigt sich die Forschergruppe der Professur Abfall- und Stoffstromwirtschaft (ASW) mit den Fragen der Optimierung der stofflichen und energetischen Verwertung von Bio- und Sekundärrohstoffen. Mit der Realisierung von energieeffizienten Stoffkreisläufen über die gesamte Wertschöpfungskette wird ein wesentlicher Beitrag zur Ressourcenschonung – und somit zum Umweltschutz – geleistet. Weitere Informationen unter: www.auf.uni-rostock.de/professuren/a-g/abfall-und-stoffstromwirtschaft/

Wissenschaftlicher Kontakt:           
Prof. Dr. mont. Michael Nelles           
Tel.: +49 (0)341 2434-112          
E-Mail: michael.nelles(at)dbfz(dot)de

Pressekontakt:
Paul Trainer
Tel.: +49 (0)341 2434-437
E-Mail: paul.trainer(at)dbfz(dot)de

Hinweis: Gemeinsame Pressemitteilung von Universität Rostock und dem Deutschen Biomasseforschungszentrum