Aktuelle Verfahren zur stofflichen und energetischen Wertschöpfung auf dem #HTP2017 | 12./13. September 2017 in Leipzig

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Mittelpunkt des 3. HTP-Fachforums "Hydrothermale Prozesse zur stofflichen und energetischen Wertschöpfung" steht auch in diesem Jahr die gesamte Bandbreite der hydrothermalen Konversion von biogenen Ausgangsstoffen in feste, flüssige und gasförmige Energie- und Kohlenstoffträger. Anforderungen an unterschiedliche Ausgangsstoffe und hydrothermal erzeugte oder erzeugbare Produkte sowie die Behandlung kommunaler und industrieller Abwässer und Abfälle mittels Hydrothermaler Prozesse stehen dabei ebenso im Fokus der Veranstaltung wie ein intensiver Blick auf die Rahmenbedingungen (Politik, Genehmigungsrecht, Marktsituation, etc.) sowie die ökonomische, ökologische und sozioökonomische Bewertung von HTP.

Es erwarten Sie hochkarätig besetzte Vorträge von internationalen und nationalen Referenten. Die Veranstaltung ist zweisprachig deutsch / englisch und wird simultan übersetzt. 

Ich würde mich freuen, Sie zu unserem diesjährigen HTP-Fachforum begrüßen zu können!

Herzlich, 

Katja Lucke
(Veranstaltungskoordinatorin am DBFZ)

Kontakt

Katja Lucke
(Veranstaltungskoordinatorin)
Tel. +49 (0)341 2434-119
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Ausgesuchte Vorträge des #HTP2017

Die Rolle der Bioökonomie und biogener Rohstoffe in der Rohstoffstrategie der Chemie

Die chemische Industrie ist die einzige Industrie, die Kohlenstoff als Element bzw. kohlenstoffhaltige Rohstoffe als Ausgangsmaterialien für ihre organischen Produkte nutzt. Derzeit wird der Kohlenstoffbedarf der deutschen Chemie durch rund 17 Mio. Tonnen fossiler Rohstoffe (im Wesentlichen Erdölderivate und Erdgas) und durch 2,6 Mio. Tonnen nachwachsende Rohstoffe unterschiedlicher Art gedeckt. Dabei hat die Chemie die biobasierten Rohstoffe, die schon vor der Kohle- und Erdölchemie die Basis bildeten, nie völlig verlassen und in den letzten Jahrzehnten deren Anteil sogar gesteigert. Welche Herausforderungen haben sich aus den weltweit zunehmenden Diskussionen, Vorgaben und regulatorischen Systemen für einen verstärkten Klimaschutz und zur Ressourceneffizienz und verstärkte Kreislaufführung (Circular Economy) ergeben und wozu führten sie?
Referent: Dr. Jörg Rothermel | Leiter Abteilung Energie, Klimaschutz und Rohstoffe im Verband der Chemischen Industrie (VCI)

Internationale Trends der direkten thermochemischen Biomasseverflüssigung

Über thermochemische Verfahren zur Verflüssigung von Biomasse werden energiereiche, industriell verarbeitbare Zwischenprodukte erzeugt, die weiter zu Kraftstoffen oder chemischen Produkten aufgearbeitet werden können. Die auf diesem Gebiet weltweit laufenden Forschungsarbeiten und Verfahrensentwicklungen werden durch die IEA Bioenergy Task 34 auf internationaler Ebene beobachtet. Im Vortrag wird der aktuelle Stand vorgestellt und welche Trends beobachtet werden?
Referent: Prof. Nicolaus Dahmen | Abteilungsleiter Thermochemische Biomasseverflüssigung Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Clear Water and High Grade Energy from Hazardous Waste by Supercritical Water: From Fundamentals to Applications

Does supercritical Water Oxidation (SCWO) present the next generation to incineration for the treatment of hazardous, chemically stable hydrocarbons found in pharmaceutical, petrochemical and municipal wastes? The lecture gives an overview of SCWO: its main features, advantages and challenges en route to commercialisation, and then focuses on the research carried out by the Group at Birmingham. N-containing hydrocarbons are selected due to their abundance in all kinds of hazardous wastes (clinical, petrochemical and pharmaceutical), in addition to the interesting nature of Nitrogen chemistry and the recalcitrant nature of ammonia, posing a special challenge to destruction.
Referent: Dr. Bushra Duri | Reader of Hydrothermal Processing (Chemical Engineering)

Hydrothermale Depolymerisation von Lignin zur selektiven Gewinnung phenolischer Species

Vielfältige Konzepte zur stofflichen und thermischen Nutzung von Biomasse, mit den Hauptbestandteilen, Cellulose, Hemicellulose und Lignin existieren aktuell. Insbesondere im Bereich der stofflichen Nutzung klaffen jedoch große Lücken zwischen Idee und ökonomischer Umsetzung. Welche Rolle könnte das in der Zellstoffindustrie in beträchtlichen Mengen anfallende Biopolymer Lignin dabei darstellen?
Referent: Alexander Zurbel | Wissenschaftlicher Mitarbeiter, TU Bergakademie Freiberg

Phosphorrückgewinnung mit dem TerraNova®Ultra Verfahren

Mit dem TerraNova® Ultra HTC-Verfahren wird die Klärschlammmenge um 80% reduziert und der Faulgasertrag einer Kläranlage um 10% erhöht. Durch die optionale Rückgewinnung des Phosphors aus dem Klärschlamm kann dieser auch weiterhin zur Energieerzeugung mitverbrannt werden. 
Referent: Dipl.-Ing. Marc Buttmann | Geschäftsführer, TerraNova Energy GmbH 

Verfahren zur Isolierung und Aufreinigung von Chemikalien aus hydrothermal behandelten Prozesswässern

Hydrothermal katalysierte Prozesse werden angewendet, um biogene Stoffströme zu etablierten Chemieprodukten umzusetzen. Die hohe Funktionalisierung der biogenen Verbindungen einhergehend mit der geringen Flüchtigkeit und hohen Reaktivität bedingt die Umsetzung der hydrophilen Stoffgemische in wässrigen oder biphasigen (wässrige / organischen) Systemen. So lassen sich bio-basierte Drop-in Produkte sowie neuartige Spezialitäten im Bereich der Feinchemikalien herstellen, um z. B. funktionalisierte Monomerbausteine zur Kunststoffherstellung oder komplexe Wirkstoffsysteme für die Pharmaindustrie zu gewinnen. Am Fraunhofer CBP werden Demonstrations- und Pilotanlagen für die Entwicklung und Skalierung chemischer und biotechnologischer Verfahren betrieben, um die Umwandlung biogener Stoffströme in Plattform- und Feinchemikalien zu untersuchen.
Referent: Dr. Daniela Pufky-Heinrich | Stv. Leiterin, Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP

Zusammengefasst

Das komplette Programm steht HIER online.

Die Online-Registrierung für das HTP-Fachforum 2017 ist noch bis zum 6. September HIER möglich.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie HIER.

Datum: 12./13. September 2017
Veranstaltungsort: Alte Essig-Manufactur Leipzig, Paul-Gruner Straße 44, 04107 Leipzig

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Kontakt:

DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH
Torgauer Str. 116 
D - 04347 Leipzig

Katja Lucke (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Telefon: +49 (0)341 2434-119
Telefax: +49 (0)341 2434-133 
E-Mail: katja.lucke@dbfz.de
Internet: www.dbfz.de




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