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Monitoringbericht

Seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 1. August 2000 wird im Rahmen von Monitoring-Projekten die Entwicklung der Stromerzeugung aus Biomasse verfolgt. [mehr]

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Infothek Bioenergie

Was ist Biomasse?

Biomasse ist organische Masse pflanzlicher oder tierischer Herkunft. Hierzu zählen Pflanzen wie etwa Mais und Getreide oder auch Bioabfälle und andere organische Rückstände und Nebenprodukte.

Was ist Bioenergie?

Aus Biomasse können Energieträger in fester, flüssiger und gasförmiger Form gewonnen werden.Typisch für feste Bioenergie sind Holzbrennnstoffe wie beispielsweise Holzhackschnitzel oder Holzpellets. Zu den flüssigen Bioenergieträgern zählen Biokraftstoffe wie Pflanzenöl, Biodiesel oder Bioethanol. Gasförmige Energieträger biogenen Ursprungs sind z.B. Biogas, Biomethan oder Wasserstoff. Diese Bioenergieträger können dann durch eine Verbrennung in Bioenergie umgewandelt werden, mit der die Nachfrage z. B. nach Wärme, Kraft und/oder Mobilität gedeckt werden kann.

Wie wird aus Biomasse Energie?

Biomasse kann auf sehr unterschiedliche Art und Weise energetisch genutzt werden. Die jeweils eingesetzte Option hängt u.a. von den Eigenschaften des Rohstoffes ab. Holzige Biomasse beispielsweise ist für eine Verbrennung und damit zur Wärmebereitstellung gut geeignet. Aus sehr wasserhaltiger Biomasse (z.B. Gülle) kann durch anaerobe Gärung Biogas erzeugt werden, das im Allgemeinen wie Erdgas genutzt werden kann. Zucker und stärkehaltige Biomasse (wie Zuckerrüben oder Getreide) kann zu Alkohohl vergoren werden, der dann als Kraftstoff einsetzbar ist. Ölhaltige Pflanzen liefern Pflanzenöl, welches sich als Dieselersatz eignet.

Was man noch wissen sollte...

Nachwachsende Rohstoffe tragen zur nachhaltigen Energiegewinnung bei, indem sie u.a. die Energierversorgung sicherer machen und umwelt- und klimaverträglich nutzbar sind. Der deutliche Beitrag der Bioenergie zum Klimaschutz ergibt sich durch die CO2-Neutralität der Biomasse. Bei der Verbrennung von Biomasse wird genauso viel CO2 freigesetzt wie eine nachhaltig produzierte Pflanze beim Wachstum aufgenommen hat. Wird damit durch Biomasse fossile Energie ersetzt, kann eine merkliche Klimagaseinsparung erreicht werden. Beispielsweise wurden 2007 in Deutschland durch den Einsatz von Bioenergie im Strom-, Kraftstoff- und Wärmesektor ca. 50 Mio. t CO2 eingespart. Zusätzlich eröffnet die energetische Nutzung von Biomasse hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung zusätzliche Chancen, u.a. durch die Entwicklung des ländlichen Raums. Der Ausbau der Bioenergie kann aber auch mit Risiken behaftet sein, wie beispielsweise infolge unerwünschter Umwelteffekte oder Nutzungskonkurrenzen zur Nahrungsmittelproduktion.