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Monitoringbericht

Seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 1. August 2000 wird im Rahmen von Monitoring-Projekten die Entwicklung der Stromerzeugung aus Biomasse verfolgt. [mehr]

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02.08.2017 10:34 Alter: 50 days

21. September 2017, La Défense/Paris | Biogas in der lokalen Wertschöpfungskette: Landwirtschaft und Abfallverwertung

Das Deutsch-französische Büro für die Energiewende (DFBEW) veranstaltet am 21. September 2017 in den Räumlichkeiten des französischen Ministeriums für ökologischen und solidarischen Wandel in La Défense/Paris eine Konferenz zu folgendem Thema:

Biogas in der lokalen Wertschöpfungskette: Landwirtschaft und Abfallverwertung

Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland gab es Entwicklungen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen und Fördermodellen für Anlagen mit Biogaserzeugung:

In Deutschland ist die installierte Leistung zur Stromerzeugung von Biomasseanlagen in den vergangenen Jahren von etwa 3.000 MW im Jahr 2006 auf rund 7.100 MW im Jahr 2015 angewachsen. Die korrespondierende Bruttostromerzeugung aus Biomasseanlagen betrug etwa 18,6 TWh im Jahr 2006 und ist auf rund 50 TWh im Jahr 2015 angestiegen. Die Anzahl der Biomasseanlagen zur Stromerzeugung hat sich von ca. 3.700 Anlagen im Jahr 2007 auf fast 9.000 Anlagen im Jahr 2015 erhöht (Fachverband (2016): Branchenzahlen 2015 und Prognose der Branchenentwicklung 2016). Die große Neuerung des am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen EEG 2017 in Deutschland ist das technologiespezifische Ausschreibungsverfahren. Am Ausschreibungsverfahren dürfen nur Biomasseanlagen teilnehmen, die entsprechend der Biomasseverordnung zugelassene Rohstoffe verwenden.

In Frankreich werden durch das französische Energiewendegesetz (loi transition énergétique pour la croissance verte, LTECV [auf Französisch]) die Weichen für ein nachhaltiges Wachstum gestellt. Der Erneuerbaren-Energien-Anteil am Endenergieverbrauch soll demnach von 14 % im Jahr 2014 auf 32 % bis zum Jahr 2030 gesteigert werden. Die mehrjährige Programmplanung für Energie (Programmation Pluriannuelle de l’Énergie, PPE [auf Französisch]) legt mit konkreten Zielen und Maßnahmen den Fahrplan für eine Diversifizierung des französischen Energiemixes in den Jahren 2016 bis 2023 fest. Für Biogas werden in der PPE folgende Ziele genannt: Die in Frankreich installierte Biogasleistung soll bis zum 31. Dezember 2018 auf 540 MW und bis zum 31. Dezember 2023 auf mind. 790 MW und max. 1.040 MW ansteigen. Zum 30. September 2016 betrug laut des Barometers der Erneuerbaren-Energien-Technologien zur Stromerzeugung 2016 in Frankreich von Observ’ER die installierte elektrische Leistung der 478 Anlagen (Biogasanlagen und Abfalldeponien zur Lagerung nicht gefährliche Abfälle [Installation de Stockage de Déchets Non Dangereux, ISDND) 385 MW.

Die Konferenz vom 21. September bietet ihren Teilnehmern die Möglichkeit sich zum einen über die lokale Wertschöpfung durch Bioenergien in der Landwirtschaft und zum anderen über die Rolle des Landwirts im Rahmen der Energiewende in beiden Ländern zu informieren und auszutauschen. Finanzierungs- und Geschäftsmodelle für Biogasanlagen in der Landwirtschaft werden ebenfalls vorgestellt. Abfälle und Abwässer stellen eine wertvolle Ressource zur Biogaserzeugung dar. Während der Konferenz werden ebenso innovative Projekte zur Biogasgewinnung aus Abfällen und Abwässern in Deutschland und Frankreich erläutert.

Folgende Fragen werden ebenfalls in einem deutsch-französischen Kontext auf dieser Konferenz diskutiert:

  • Welche Zukunfts- und Entwicklungsperspektiven gibt es für Bioenergien in Deutschland und Frankreich?
  • Welche Rolle spielt der Agrarunternehmer (agri-entrepreneur) bei der Umsetzung der Energiewende in beiden Ländern?
  • Welche Wertschöpfung entsteht durch Bioenergien in der Region?
  • Welche Finanzierungs- und Geschäftsmodelle gibt es für Biogasanlagenbetreiber?
  • Welche Technologien zur Biogaserzeugung gibt es zur energetischen Verwertung von Abwässern und Abfällen und wie ist es um ihre Wirtschaftlichkeit bestellt?

Die Veranstaltung hat das Ziel, einen Dialog zwischen Industrie, Wissenschaft und Institutionen herzustellen und richtet sich an alle Akteure des Energiesystems und der erneuerbaren Energien in Deutschland und Frankreich.

Sie findet auf Deutsch und Französisch mit Simultanverdolmetschung statt.

DBFZ-Beitrag im Rahmen der Veranstaltung:

TerminUhrzeitVortragstitelReferent
21.9.201716:45 Uhr                        Podiumsdiskussion "Wie wird sich die Biogasbranche in der Zukunft weiterentwickeln und welche Geschäftsmodelle gelten dabei als vielversprechend?"u.a. Jaqueline Daniel-Gromke, DBFZ

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